1.United Cologne IC

Etwas ungewöhnlich war es doch. Ein Autohaus mitten in Köln-Deutz, Samstag früh um 9 - der Parkplatz brechend voll und in und um die Verkaufshalle rund 250 Menschen mit großen Sporttaschen. Wer kommt eigentlich auf die Idee einfach mal die Hälfte einer Verkaushalle auszuräumen und 170 Indoor Cycling Bikes stattdessen aufzustellen - nur um dann 9 Stunden den darauf fahrenden Indoor Cycling „verrückten“ zu zeigen wo der Hammer hängt – oder in dem Fall der Muskel und die Lunge dicht macht ;o).Ganz klar, da müssen Jens und Patrick dahinter stecken – wer hätte anderes erwartet. 

1.United Cologne Indoor Cycling Event im Mercedes Autohaus Bleses in Köln. Wo sonst E- und S-Klassen ein wohliges Heim haben, hieß es nun auf Classic-, S- und X-Series Bikes von Tomahawk sich von 10 – 20 Uhr die Lunge aus dem Leib zu strampeln. Ein ungewöhnlich – doch auch ungewöhnlich ansprechendes Ambiente, was nicht nur den Teilnehmern, sondern auch den ein oder anderen zufällig vorbeischauenden Passanten sehr erstaunte. Ein großes Lob an das Autohaus Bleses – neben der Bereitstellung der Räumlichkeiten war auch noch bis in die Nachtstunden (sowohl am Freitag vorher als auch am Samstag selbst) voller Trubel – Aufbau/Abbau – da ist Durchhaltevermögen gefragt.
Weniger erstaunlich dagegen die Stimmung im „Feld“, die Leistung der Presenter und die super Orga. Wer hätte anderes erwartet – Jens und Patrick als Event-Profies haben alles getan um den Event bis ins Detail zu perfektionieren und auch kurzfristige gesundheitsbedingte Absagen einiger Presenter konnte sie nicht aus der Ruhe bringen. Da musste eben der ein oder andere Presenter doppelt ran – was solls, unsereins soll sich ja schließlich die kompletten 9 Stunden durchquälen ;o).
Neben der super Lokation und der an Perfektion grenzenden Orga („man muss nicht schlecht sein um sich zu verbessern“) fehlte nun nur noch ein super Trainerteam. Wie schon erwähnt etwas dezimiert – doch dafür um so hochkarätiger bestückt:
1. Stunde – Gaby Maas und Robby MeyerAls erstes ist zu erwähnen, dass der Event „nur“ über 6 Runden ging – jede allerdings mit 1,5 Stunden, was in Summe die zu erreichenden Gipfelmarke von 9 Stunden entspricht.Wie üblich stand die erste Stunde somit ganz im Zeichen eines sanften heranrollen mit zwar schon der ein oder anderen Steigung jedoch mit nur geringem Quälfaktor und einer Zielherzfrequenz von 80% oder darunter. Quasi ein herantasten an die Marke die in den 5 kommenden Runden nicht mehr unterboten werden durfte.Eine Stunde mit dem Thema Emotionen. Einmal sanfter – einmal etwas härter – immer schön mit Blick, dass noch 5 Runden vor uns liegen. Eine tolle warm up Stunde mit Lust auf mehr – und das sollte auch folgen.
2. Sunde – Jens Nieswand und Alexander RosinIn der zweiten Stunde konnte dann von Einrollen nicht mehr die Rede sein. Wer bis jetzt dachte, es wird ein lockerer Tag, dem durften die folgenden Bergefahrten besseres belehren.Jens und Alex unter dem Motto Classic Rock brachten die Halle mit Stücken wie Thunderstruck von den allseits bekannten schwedischen Elektrikern zum kochen. Nach anfänglichen Mikroproblemen hatten Feld und Trainer dann doch recht schnell den gemeinsamen Draht gefunden und einer ereignisreichen Berg- und Talfahrt stand nichts im Wege und das Klassenziel von ca. 90% HF wurde klar erreicht – und damit man nicht aus der Übung kommt, gings in der nächsten Stunde gleich ähnlich weiter …
3. Stunde – Katja Schymalla und Patrick KleinVor der Mittagspause mussten sich die Nudeln natürlich erst einmal verdient werden. Somit ging es direkt in die dritte Runde – lange Intervalle (Katja) und kurze (gefühlt umso längere) harte Belastungen (Patrick) sollten uns von Gipfel zu Gipfel führen – Klassenziel maximal 92% - Klassenziel erfüllt – Benotung 1a-Nudeln – Mahlzeit!
4. Stunde – Alexander Rosin und Achim JakobsFrisch gestärkt und wieder voller Tatendrang ging es in den zweiten Teil der „9 Stunden von Köln“. Alex, der uns ja schon im ersten Teil gerockt hatte nahm sich nun zur Verstärkung einen echt kölschen Jung vom MAMA-Team Köln. Unterfranken meets Köln. Heimvorteil Köln – doch wer Alex kennt, weiß, dass das nichts nützt – doch auch ihm wurde nichts geschenkt. Das Ergebnis: ein stetiges hin und her – oder besser auf und auf – zur Freude des Feldes. Wenn das mal nicht zu sehr auf die Beine geht – schließlich lagen noch zwei Runden (3 Stunden) vor uns.
5. Stunde – Jens Nieswand und Thomas RixgensDie vorletzte Stunde mit Jens und Thomas. Hatte Jens im ersten Teil schon einmal anklingen lassen, was so ab geht, so fuhr er nun zur Höchstform auf. Da es ja ‚nur’ die vorletzte Stunde war, konnte man es noch einmal so richtig krachen lassen. Wer die Stunde überlebt, der bleibt auch noch – so kurz vorm Ziel – eine Stunde länger im Sattel. Wahrscheinlich war das das Motto unter dem uns die Beiden von Belastung zu Belastung und von Oberschenkelbrennen zu Oberschenkelbrennen schickten. Dafür war der Puls nun da wo er für die Abschlussstunde auch hingehörte – irgendwo direkt am Rande der Laktatschwelle. Die zu übertreffen war heute schliesslich und ausschliesslich Patrick und Robby vorbehalten.
6.Stunde – Robby Meyer und Patrick KleinAuf zur letzten Runde – Intervalltraining vom Feinsten. Die „alten“ Hasen lassen es noch einmal Krachen. 8 Belastungen – 4 je Trainer – vom Rande der Laktatschwelle (Jens und Thomas hatten hier ja schon gut vorbereitet) bis mehr oder weniger kurz darüber. Wer bis jetzt durchgehalten hat, der schafft es auch noch ein Stückchen weiter – ob das nun Laktatüberschuß oder Selbstüberschätzung war, dazu sollte man den Psychiater seines Vertrauens fragen. Das sollte uns aber nicht davon abhalten von einen in den nächsten Laktatflash zu fahren – und schon allein die Tatsache, dass die letzte Stunde meist nur noch Kopfsache ist, beweißt, dass der Psychiater noch ein Weilchen vor uns sicher ist. 
Ein rundum gelungener Event erreichte seinen Höhepunkt – das Gipfelkreuz wurde erreicht und das durch Robby und Patrick angehäufte Laktat konnte wieder abgebaut werden.
Ende gut alles gut? – Wohl nur bis zum nächsten Event – auf geht’s nach Siegburg – 20.12.2008 Xmas Cycling von und mit Jens.