XCycling on the water - 23.05.2009
Endlich Sommerwetter – Pünktlich zum 23.Mai schein sich der Wettergott darauf besonnen zu haben Cycler zu sein und mit jeder Menge Sonnenschein und blauen Himmel konnte die von Jens Nieswand und Crew pünktlich geenterte Rheinfähre am Anleger Mondorf die Leinen lösen. Die zwei geplanten Runden sollten zunächst gemütlich Rheinaufwärts bis zur Insel Nonnenwerth und dann flux wieder zurück zum Fähranleger gehen. Je drei Stunden gegen und eine mit dem Strom.
An Board wie angekündigt Cycling-Kapitän Jens Nieswand, 1.Offizier Alex Liefke und Obermaat Raphael Nemethi sowie die Leichtmatrosen Sarah, Anita, Manni, Andy, Rene und Georg.
Start der ersten Runde war zu bereits vorgerückter Temperatur 10 Uhr. Mit planmäßiger Rückkehr 14 Uhr lagen somit 4 Stunden straffes Pedalieren vor uns, damit sich die Fähre ordentlich in Bewegung setzt.

1.Stunde – Sarah und Manni
Loslegen durften Sarah und Manni. Die beiden XCycling Dauerbrenner noch bestens bekannt aus Köln, Troisdorf und Amberg reisten extra wieder aus Sigmaringen (schon Norditalien oder noch Süddeutschland?) um uns mit einer gehörigen Portion Gute-Laune Musik einzustimmen. Einfahren statt Warmfahren, denn dafür sorgte ja bereits das Sommerwetter. Und zum Schluß durfte auch noch Käpt’n Blaubär das Ruder für ein paar Takte übernehmen.
Richtig Ernst machten dann erst Anita und Georg. Der Puls durfte sich schon mal gegen 80%+ bewegen und auch die Gute-Laune Musik machte langsam aber sicher dem IndoorCycling Beat platz. Ganz klar diese „Aufwärmstunde“ musste es schon etwas in sich haben, damit genug Gelenkschmiere für Stunde 3 und 4 aufgebaut werden konnte.
3.Stunde – Alex Liefke
Für Stunde drei hatte Jens dann den ersten Laktatschub eingeplant. Alex Liefke – Ruhrpottler und langjähriger Mastertrainer – eine Mischung irgendwo zwischen Drill-Sergeant und Jürgen von Manger – konnte das gut gehen? Der Puls – bereits Hitzebereinigt - irgendwo knapp unterhalb des anaeroben Bereichs – Tendenz steigend. Doch bevor die Übersäuerung Normalzustand wurde gabs zumindest erbarmen von Alex …
… nicht aber von Raphie und Jens. Nach drei Stunden Sonnenbaden waren die Beiden so richtig auf Betriebstemperatur um nun die Laktatproduktion endgültig anzukurbeln. Nur eine zunehmenden Sauerstoffschuld im Kopf läst erklären, wieso in dieser Stunde niemand mehr wusste, wie er diese Stunde durchhalten konnte. Aber keine Angst – spätestens beim lecker Geschnetzelten in der folgenden Mittagspause konnte das Laktat wieder durch r(h)einen Sauerstoff abgebaut werden … obwohl, dem gewissenhaften Beobachter konnte auch nach Beginn der zweiten Runde eine gewisse Restmasse an unermüdlich tanzenden (Leichtmatrosen und anderen Crewmitgliedern) nicht entgehen – da muss wohl noch etwas Restlaktat über geblieben sein – aber dazu mehr in der Nachmittagsrunde.

Rund 2 - Der Nachmittag
(Bilder gibts beim Klick auf die Bilder oder gaaaaanz unten)
Kurz nach 14 Uhr konnte die geenterte Fähre endlich wieder ihren Heimathafen anlaufen – jedoch nur um kurz zu verschnaufen und vor allem den Treibstoff, in Form von frischen Radlern die wieder kräftig in die Pedale treten konnten, zu erneuern.
Die bereits in den ersten 4 Stunden verschlissenen Pedalierer im freiwilligen Frohndienst konnten derweil über das von Ralf Kolzem vorbereitet Geschnetzelte Buffett herfallen – und vor allem das Durchatmen nachholen um genügend Sauserstoff zum Laktatabbau aufzunehmen. Wie schon geschrieben musste das ein oder andere Crewmitglied jedoch schnellstens wieder aufs Schiff und hatte wohl diesen Teil (den mit dem Sauserstoff) vergessen. Unbändige Tanzeinlagen durchsetzt mit durchdringenden Herunterzählen verschiedenster Übungen während der Cyclingstunden waren der unabdingbare Beweis eines latenten Laktatüberschusses, gepaart mit ununterbrochener Sonneneinstrahlung.
Damit der Rest der schon mit den Radschuhen scharrenden Gemeinschaft nicht allzu sehr davon abgelenkt wurde, hat sich Jens auch für den zweiten Durchgang einige anspruchsvolle Lektionen einfallen lassen.
In Runde 2 ging es auf Grund der fortgeschrittenen Temperatur direkt ohne komplette „Aufwärm“-Stunde. Ein bisschen Einrollen musste reichen und sobald die Fähre richtig auf Kurs war, durfte auch kräftig in die Pedale getreten werden. Widerstand und Puls wurden kräftig ins Plus gefahren, schließlich ging es wieder Rheinaufwärts und da musste zunächst einmal Fahrt aufgenommen werden.
2.Stunde – Andy und Manni
Nachdem nun dass Schiff richtig in Fahrt war, hieß es nicht nachlassen – und das ließen sich Andy und Manni nicht zweimal sagen. Mit treibenden Beats und anfeuernden Zurufen wurden mehr und mehr Meter gut gemacht – kein wunder bei den beiden „Rampensäuen“ Manni und Andy, die ihr bestes gaben um das nicht ganz so leichte Publikum mitzureisen.
Richtig Angefeuert und immer noch auf Kurs Rheinaufwärts durften nach einen weiteren ausgiebigen Sonnenbad auch wieder Jens und Raphie ran. Konnten Sie in Runde 1 die Teilnehmer direkt am anaeroben Bereich aufsammeln, so hieß es nun erst einmal dieses Ziel anzupeilen und stetig darauf hinzusteuern die Schwelle zu erreichen aber noch ein etwas Sauerstoff für die letzte Stunde mit Alex in Reserve zu halten. Unglücklicherweise zogen just in dieser Stunde ein paar erste Wolken auf, was die Sauerstoffaufnahme wegen weniger Hitzeüberschuss erhöhte – Unglück für die Teilnehmer, da die - immer noch vom Sonnenbaden ausgeruhten Übungsleiter - nun umso kräftiger am Widerstand drehen konnten. So eingefahren und am Rande ihrer anaeroben Schwell stehend konnte dann auch Alex für die 4te und abschließende Stunde des Tages übernehmen
4.Stunde – Alex Liefke
Das Ende nahte mit riesigen Schritten. Kaum war das Schiff kurz vor Nonnenwerth gedreht und sollte eigentlich mit Schwung Flussabwärts fahren, schon wurden die Wolken immer mehr. Und das bedeutet so schnell wie möglich zurück – und schnell geht nur im permanenten Höchstwiderstand. Ob es nun wirklich mit den aufkommenden Wolken oder doch mehr mit Lust am Quälen des gemeinen Cyclers zu tun hatte bleibt Alex’s Geheimnis. Sicher ist aber, dass Alex nebst Leichtmatrosen die Stunde zum Anlass nahmen noch einmal richtig Stimmung zu machen, damit Bonn auch wirklich mitbekommt, was da am Rhein entlangschippert. Kraftvoll bis zum Schluss und dem letzten Pedaltritt wurde der Heimathafen erreicht.
Zwei super Runden Indoor Cycling lagen hinter uns. Jens nebst Crew haben mal wieder ein würdiges Spektakel auf die Beine gestellt und bereits während des Events wurde der Ruf nach einer Fortsetzung in 2010 laut. Man darf gespannt sein, was Jens sich dann einfallen lassen wird – vielleicht geht’s wieder aufs Schiff – vielleicht reifen aber auch schon ganz andere Ideen,
